CientíficaEdición #2

Degrowth

Möglichkeit einer gemeinsamen Bewegung von Globalem Norden und Süden?
Daniel Buschmann*

 

Einleitung

„80% der Bevölkerung kontrollieren nur 1% der Produktion und Ressourcen […] die drei reichsten Menschen der Welt besitzen mehr als die 28 ärmsten Länder. Das ist doch pervers! Hunger und Armut müssen nicht nur verringert, sondern abgeschafft werden […] dafür brauchen wir eine gemeinsame Vision und müssen hier und jetzt und gemeinsam konkrete Schritte unternehmen.“
– Alberto Acosta 2014a

Dies sind die Worte von Alberto Acosta während der Eröffnungsrede für die 4. Internationale Degrowth-Konferenz in Leipzig im September 20141. 3000 Wissenschaftler_innen, Aktivist_innen und Künstler_innen aus aller Welt versammelten sich hier um Alternativen zur industriellen Moderne zu diskutieren.
Obwohl Acosta hier als Wissenschaftler, als Ökonom spricht, ist ihm seine langjährige Erfahrung als Politiker deutlich anzumerken. 2007 war er Energieminister im Kabinett des bis heute regierenden Ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa und hat im Anschluss daran, als Präsident der im gleichen Jahr gewählten Verfassungsgebenden Versammlung, dazu beigetragen, dass mit dem Konzept des buen vivir erstmals Rechte der Natur und des guten Lebens Verfassungswirklichkeit geworden sind.
Für Acosta ist die Lage klar:
Verteilungsungerechtigkeiten gibt es im Globalen Norden und im Globalen Süden2 gleichermaßen, sie sind zwei Seiten der gleichen Medaille – Kapitalismus – und bieten das Potenzial einer gemeinsamen Bewegungen. Aber ist das so einfach wie es scheint?
Auf den ersten Blick scheint Acosta Recht zu haben, denn Wirtschaftswachstum hat weder im Globalen Norden noch im Globalen Süden zur Überwindung von Armut, Ungerechtigkeit oder Geschlechterhierarchien geführt. Teilweise lässt sich sogar eine Verstärkung dieser Faktoren feststellen (The Economist 2014, Duden 2011, Mühlen-Achs 2003). Das ist besonders eine lateinamerikanische Erfahrung, da es hier seit den 1990ern und besonders ab den 2000ern in den meisten Ländern ein starkes Wirtschaftswachstum gab.
Jedoch sind die alten Probleme und Ungleichheiten nicht nur erhalten geblieben, es sind auch neue dazugekommen, Stichwort neoextractivismo. Dieser Begriff bezeichnet, ganz allgemein, dass die ehemals koloniale Strategie des intensiven Rohstoffabbaus (Extraktivismus) und des anschließend unverarbeiteten Exports dieser Rohstoffe in Länder des Globalen Nordens, von den neuen und politisch eigenständigen Regierungen Lateinamerikas weiterbetrieben wird (vgl. Gudynas 2011a). Dies geht einher mit der Kontinuität sozialer Ungleichverteilung von Wohlstand zwischen „produktiven“ und „unproduktiven“ Regionen (Enklavenökonomie), mit der politischen und ökonomischen Dominanz der Interessen (trans-)nationaler Unternehmen gegenüber lokalen oder indigenen Interessen und gegenüber der natürlichen Umwelt sowie letztlich auch mit fortgesetzten internationalen Ungleichheitsverhältnissen (ebd. 71f.). Das Neue an dieser Form von Extraktivismus sind dabei lediglich neue nationale Begründungsmuster sowie die Ausweitung der Förderung in ihrer Intensität (größere und neue Abbaugebiete) als auch Extensität: neue „Abbau“produkte wie Lithium, Fisch, Rindfleisch oder Soja zusätzlich zu Erdöl/-gas, Holz und Metallen. Die konkreten Machtverhältnisse, wie die Rolle transnationaler Unternehmen, sind im Neo-Extraktivismus jedoch oft verschleiert, beispielsweise wenn diese sich über Joint Ventures an nationalstaatlichen Projekten beteiligen. Ein besonderes Merkmal ist hierbei jedoch die Stellung der Nationalstaaten selbst, die sich in großem Umfang Gewinne aneignen und verteilen und darüber ihre Legitimation absichern.
Auch im 21. Jahrhundert beuten politische unabhängige Lateinamerikanische Regierungen ihre natürlichen Ressourcen hemmungslos aus, gehen dabei scharf gegen Proteste der lokalen Bevölkerung und der Indigenen vor und das ohne Hunger, Armut und soziale Ungleichheiten zu überwinden (Radhuber 2013: 257ff.). Demnach handelt es sich, so Alberto Acosta, also um ein systematisches Scheitern der westlichen Zivilisation und des Kapitalismus.3 Den Ausweg sieht er in einem neuen, bedarfsorientierten, Wirtschaftssystem. Und hier kommt die degrowth-Debatte ins Spiel.4
Degrowth – wie auch die synonymen Begriffe décroissance, decreixement, decrescita oder Postwachstum, welche sich im Grad ihres akademischen, politischen oder aktivistischen Selbstverständnisses unterscheiden und jeweils nationaltypische (Denk-)Traditionen haben5 – ist dabei Kampfbegriff und Vision zugleich. Da Wirtschaftswachstum ein so zentrales, ja konstitutives, Element für „moderne“ Lebensweisen, „fortschrittliche“ Kultur und globale politische Architekturen geworden ist, geht es hier um weit mehr als um die bloße Abschaffung von Wirtschaftswachstum: Es geht um die Imagination und konkrete Umsetzung völlig neuer Konzepte gesellschaftlichen Lebens, denn in ihrer gegenwärtigen Form wären Gesellschaften ohne Wirtschaftswachstum gefährlich instabil.
Kann degrowth also eine Brücke zwischen den gemeinsamen Kämpfen des Globalen Nordens und Südens gegen Verteilungsungerechtigkeit, Naturzerstörung und blinde Profitorientierung sein? Dieser Frage möchte sich der vorliegende Artikel nähern. Dafür muss zuerst beantwortet werden, was genau degrowth eigentlich ist (Kapitel 1). Im Anschluss daran soll geklärt werden, welche Argumente für und gegen degrowth als Konzept eines gemeinsamen Kampfes sprechen (Kapitel 2). Diese Diskussion wird schließlich noch einmal reflektiert, indem buen vivir als Konzept einer globalen degrowth-Bewegung kritisch diskutiert wird (Kapitel 3). Abschließend werden die Schlussfolgerungen über die hier gewonnenen Erkenntnisse noch einmal zusammenfassen.

1_ Was ist degrowth?

„Degrowth signifies a critique of the growth economy. It calls for the decolonization of public debate from the idiom of economism and for the abolishment of economic growth as a social objective. Degrowth signifies also a desired direction, in which societies use less natural resources and organize and live differently than today.“
– Federicio Demaria 2014a

Ideologie? Ökonomisches Konzept? Bezugsrahmen? Paradigma? Soziale Bewegung? Die Vertreter_innen des Begriffs – viele von ihnen forschen an der Autonomen Universität Barcelona6 – wollen sich hier bewusst nicht festlegen. In der Funktion als Dachbegriff für so viele Kräfte alternativer Moderne, liegt die Stärke des Begriffs wohl auch in seiner Offenheit. Damit steht degrowth, ganz allgemein gesprochen, also an der Schnittstelle vieler verschiedener Ideen, die sich nicht widersprechen.
Was sich jedoch zweifelsfrei feststellen lässt, ist, dass das Wort décroissance zuerst von Andrè Gorz in den 1970ern benutzt wurde (Gorz 1975, 1977). Damals lag der Fokus auf der Begrenztheit natürlicher Ressourcen. Später, in den 1980ern, erweiterte sich seine Funktion auch auf Utilitarismuskritik und ab den 2000ern kam schließlich noch eine Kritik am Konzept der (nachhaltigen) Entwicklung dazu. Heute konsolidiert sich der Begriff zunehmend: auf Konferenzen, in Forschungsprogrammen und wissenschaftlichen Artikeln. Kern des Anliegens bleibt dabei immer der Anspruch andere Gesellschaftsformen zu denken und zu schaffen (D’Alisa et al. 2014).
Um das zu verdeutlichen, gibt es ein sehr schönes und prägnantes Bild. Es zeigt drei Elefanten und eine Schnecke. Der nach oben gereckte Elefant repräsentiert die Idee des Wachstums: immer mehr des Gleichen. Der normal stehende Elefant repräsentiert Stagnation – immer das Gleiche – und ein liegender Elefant schließlich repräsentiert die Rezession: immer weniger des Gleichen. Alle drei Elefanten stehen also sinnbildlich für Entwicklungen innerhalb eines wachstumszentrierten Paradigmas, alle streben danach das Gleiche – materiellen Wohlstand, Arbeitsplätze, Ressourcenverbrauch – entweder zu vermehren, konstant zu halten oder zu vermindern. Dies ist ein grobes Abbild der Landschaft gegenwärtiger politischer und ökonomischer Diskurse über Wirtschaftswachstum und Ökologie, wie green economy, sustainable development, steady state economy und vieler weiterer.
Neben den drei Elefanten symbolisiert eine Schnecke die Idee von degrowth: eben etwas völlig anderes. Die Emphase der Langsamkeit spiegelt dabei Diskurse über Entschleunigung des Alltags (Rosa 2004, 2005, 2010) sowie Debatten über Zeitwohlstand wider. Die Größe und Stärke des Tiers im Vergleich zum Elefanten steht für die Idee der (Lebens-)Qualität7, die mehr bedeutet als materieller Wohlstand (Schumacher 1973 [1989], Fatheuer 2011, Welzer 2011) und verweist auf einen gesellschaftlichen Wertewandel8 (Fromm 1976 [2005], Illich 1973 [2000]). Die Schnecke ist deshalb zum Symbol und Leitmotiv der degrowth-Bewegung geworden und erinnert ständig an die „Andersheit“ dieses Denkmodells.

elefante 2
Abb. 1

Innerhalb der degrowth-Debatte lassen sich fünf Themenstränge verorten: (1) Die Grenzen des (Wirtschafts-)Wachstums, (2) degrowth als Autonomie, (3) degrowth als (Re-)Politisierung, (4) degrowth als Kapitalismuskritik und (5) Vorschläge für eine gesellschaftliche Transformation. Schauen wir uns dies im Folgenden etwas genauer an.
(1) Unter dem Thema der „Grenzen des Wachstums“, dem breitesten und umstrittensten Thema der degrowth-Debatte, finden sich im Wesentlichen fünf Überzeugungen. A) Wachstum ist unökonomisch, da sich die Kosten schneller steigern als der erreichte Wohlstand. Ungleichheit und die Konzentration von Vermögen nehmen hingegen zu. (Piketty 2014)9 B) Wachstum ist ungerecht, da es sich auf unbezahlte care- und Reproduktionsarbeit stützt, ungleichen Zugang zu Ressourcen etabliert und den erreichten Wohlstand wiederum ungleich verteilt. Darüber hinaus untergräbt die zunehmende Finanzialisierung10 aller Lebensbereiche den sozialen Zusammenhalt11 und trägt am Ende nicht zu einem glücklicheren Leben für alle bei. (Mies/Shiva 1993, Duden 2011, Wichterich 2012, Fraser 201212, Federici 2012) C) Wachstum ist ökologisch nicht nachhaltig, wie der starke Zusammenhang zwischen BIP und CO2-Emmissionen zeigt.13 Außerdem kann im Modus des Wachstums keine Entmaterialisierung stattfinden, der Zugriff auf natürliche Ressourcen ist also unbegrenzt.14 (Brand 2012) D) Wachstum ist notwendig endlich aufgrund begrenzter Ressourcen, der Begrenztheit von technischen Innovationen (rebound-Effekte15) sowie dem abnehmenden Grenznutzen neuer Güter und der damit verbundenen Schwierigkeit neue Märkte zu schaffen.16 (Altvater/Mahnkopf 2007) E) Wachstum ist endlich aufgrund fester äußerer natürlicher Grenzen (Meadows et al. 1972, Altvater 1991, Rockström et al. 2009).17
Diese Perspektiven stehen freilich nicht leblos und unkritisch nebeneinander. Obwohl sie sich teilweise ergänzen und oft stark Bezug aufeinander nehmen, gibt es ernstzunehmende wechselseitige Kritik. So warnen vor allem feministische Ansätze davor, in einer vermeintlichen „fünf vor Zwölf“-Stimmung zu großen Handlungsdruck aufzubauen und dabei genau die Herrschafts- und Geschlechterverhältnisse zu reproduzieren, die Auslöser für die aktuellen sozial-ökologischen Krisen waren (Bauhardt 2009, Beck 2010).18 Darüber hinaus muss hinzugefügt werden, dass nicht alle Autor_innen sich als Teil eines degrowth-Diskurses sehen, auch wenn sie von diesem stark rezipiert werden – das gilt insbesondere für die naturwissenschaftlich geprägten Ansätze.
(2) Dem Thema Autonomie widmen sich demgegenüber vor allem Autoren wie Ivan Illich (1973 [2000]), André Gorz (1983) und Cornelius Castoriadis (1990), die im degrowth-Diskurs auch heute noch eine zentrale Stellung haben.19 Ihre Argumentation geht nicht von gesetzten äußeren Grenzen aus, Grenzen sind vielmehr das Ergebnis einer kollektiven sozialen Übereinkunft. Es bedarf hier also der kollektiven Selbstbegrenzung, da die abstrakten „äußeren“ Grenzen keine Orientierung bieten (Illich 1973 [2000]). Gegenüber den Vereter_innen der Grenzen des Wachstums betonen sie die Notwendigkeit Selbstbestimmung zurückzuerlangen statt in hektische Sachzwanglogiken zu verfallen, die nur zu oft Herrschafts- und Geschlechterverhältnisse verschärfen. In dieser Analyse stimmen sie mit feministischen und kapitalismuskritischen Ansätzen überein.
(3) Repolitisierung ist das Anliegen einer weiteren (Denk-)Strömung innerhalb der degrowth-Debatte. Sie verstehen degrowth als „missile word“20 mit dem sie den Scheinkonsens des sustainable development herausfordern wollen (Demaria 2014b). Scheinkonsens deshalb, weil der Begriff schon Rio 199221 einen stärkeren Fokus auf die Nachhaltigkeit – lies: Stabilität – des Wirtschaftswachstums als auf ein Wachstum an ökologischer Nachhaltigkeit gelegt hat. (Brand 2012: 28) Dieser Trend hat sich in den letzten 20 Jahren noch verstärkt, wie an den neuen Konzepten der green economy und des green growth abzulesen ist (Wissen 2012).
Die Vertreter_innen der öffentlichen Repolitisierung durch degrowth fordern damit auch eine Politisierung der Wissenschaft, die sich engagiert gegen technokratische und wachstumszentrierte Politiken stellen soll. In diesem Themenbereich überschneiden sich theoretisch-akademische und praktisch-aktivistische Ansätze der degrowth-Debatte.22
(4)Die Kapitalismuskritiker_innen verstehen Wachstum als inhärent kapitalistischen Imperativ, getrieben von der Logik der Konfliktbeilegung über Verteilungsfragen durch die Vermehrung des materiellen Wohlstands aller.23 Auch aus internen ökonomischen Prinzipien des Kapitalismus, wie dem tendenziellen Fall der Profitrate (Marx 1894 [1975]: 221ff.), ergeben sich Wachstumszwänge. Degrowth wird folglich verstanden als Entwurfs einer anderen, nicht-kapitalistischen Gesellschaft.24
Repräsentant_innen der Kapitalismuskritik sind, neben Marx selbst, auch eine ganze Reihe moderner Autor_innen, die die Kritik der Politischen Ökonomie auf aktuelle soziale, ökonomische und ökologische Problemfelder anwenden. Beispielhaft dafür sind Brand und Görg (2003), die Patente auf genetische Informationen im Kontext von Finanzialisierung der Natur, Biodiversitätsschutz und der Internationalisierung des Staates erforschen. Sie kommen zu dem Schluss kommen, dass diese Phänomene konkrete Auswirkungen eines wachstumsbasierten Kapitalismus sind, der, getrieben durch Akkumulationskrisen in seinem Inneren, nach „außen“ drängt – geografisch sowie nach Wirtschaftssektoren. Dabei werden die neuen Praktiken der Kapitalakkumulation (z.B. Kapitalrenten von Patentrechten auf genetische Informationen) von internationalen Staatsapparaten (z.B. TRIPS, WTO) abgesichert und führen in die zunehmende Entrechtung von Indigenen, Frauen sowie lokaler Bevölkerung und zur intensivierten Ausbeutung natürlicher Ressourcen (ebd.: 73ff., 91, 152. 215).
(5) Schließlich gibt es innerhalb der degrowth-Debatte die Vertreter_innen der Transformations- oder Transitionsprojekte. Diese Strömung ist sehr viel näher an sozialen Bewegungen als an akademischen Debatten orientiert und versucht in kleinem Maßstab konkrete Utopien zu verwirklichen (z.B. TransitionTowns, urban gardening, FoodCoops, CarSharing uvm.).25 Das Ziel ist die Schaffung „menschlicher“ Gesellschaften, die ein bewusst einfaches gemeinsames Leben ohne großen materiellen Wohlstand führen.
Diese Gesellschaften produzieren Güter mit hohem Gebrauchswert (statt hohem Profit), zeichnen sich durch einen hohen Grad an aktiver gesellschaftlicher Teilhabe aus, reduzieren den Anteil von Lohn- und Erwerbsarbeit drastisch und greifen stattdessen auf Prinzipien des lokalen Tausches, des Teilens und der gemeinschaftlichen Nutzung von Produkten zurück. Im Zuge dessen wird die Produktion von Gütern dezentralisiert, der Bedarf an neuen Gütern wird verringert und die Konsument_innen erlangen Souveränität26 über die Produktionsbedingungen zurück. Grund-27 und Maximaleinkommen sind ebenso Bestandteil solcher Gesellschaften wie Gemeinschaftswährungen.28 Dabei finden diese Transformationsprojekte als Graswurzel-Initiativen statt, die ohne gesetzgeberische Legitimation auskommen. Sie verstehen sich als „nowtopias“, als nachbarschaftliches (Vor-)Leben der gewünschten zukünftigen Gesellschaft im Heute.29
Diese kurze Auffächerung der Debatte soll deren Vielschichtigkeit und Transdisziplinarität verdeutlichen. Unter dem Terminus degrowth treffen sich Künstler_innen, Umweltaktivist_innen, Kulturkritiker_innen, Entwicklungsforscher_innen und ökologische Ökonom_innen. Degrowth ist damit viel mehr als nur „weniger Wirtschaftswachstum“.
Alle Ansätze eint die Überzeugung, dass eine Entmaterialisierung von Lebensstilen stattfinden muss, dass die gegenwärtigen Wachstumsökonomien bald in eine Phase der Stagnation treten werden und dass in diesem Kontext eine Abkehr vom Wirtschaftswachstum belebend für Politik und Demokratie ist.
Damit kommen wir nach dieser Einführung in den Begriff degrowth zurück zur eigentlichen Frage dieses Artikels, der Frage ob dieser Begriff Potenzial für eine gemeinsame Bewegung von Globalem Norden und Globalem Süden birgt. Werfen wir dazu nun einen Blick auf die verschiedenen Argumente auf beiden Seiten.

2_ Degrowth als globales Projekt? Stimmen dafür und dagegen

„Der Norden hat kein Recht auf Konsum, der Süden hat kein Recht auf Wachstum.“
– Alberto Acosta 2014b
2.1 Argumente für eine gemeinsame Bewegung
Wenn wir uns die Debatte um degrowth als Brücke zwischen wachstumskritischen Bewegungen im globalen Norden und Süden anschauen, muss hier natürlich als erstes das nicht von der Hand zu weisende Argument Alberto Acostas genannt werden, dass im globalisierten Kapitalismus sowohl im Norden als auch im Süden schlechte Erfahrungen mit Wirtschaftswachstum gemacht wurden (vgl. Acosta 2014a/b). Hier sind besonders die Verteilungsungleichheiten zu nennen, die sich beiderseits verstärkt haben. Im Falle Lateinamerikas wird das mit dem Begriff des neoextractivismo zutreffend beschrieben (vgl. Einleitung, Gudynas 2011a).
Eine ähnliche Situation gibt es im Globalen Norden auch: „50% der Deutschen kontrollieren weniger als 1% des Wohlstandes“, zitiert Acosta (2014b) in seinem Konferenzvortrag einen SPIEGEL aus dem Mai 2014.30 Verteilungsfragen, aber insbesondere auch Entscheidungsstrukturen und Machtfragen sind im Norden wie auch im Süden veränderungsbedürftig. In diesem Kontext können die Länder des Nordens von den Erfahrungen des Südens lernen – Acosta denkt hierbei vor allem an das Konzept des buen vivir, der, wie er es übersetzt, Idee der Naturrechte und des guten Zusammenlebens, auf das wir in Kapitel 3 noch im Detail zu sprechen kommen.
Ganz konkret gibt es nach Acosta Handlungsbedarf bei der internationalen Schuldenregulierung sowie bei der Einrichtung eines internationalen Gerichtshofs für die Rechte der Natur. Das sind Projekte bei denen der Norden und der Süden zusammenarbeiten können und müssen. Die Einbeziehung regionaler Interessen spiele hierbei eine Schlüsselrolle, einerseits um die Fehler der imperialistischen Vergangenheit nicht zu wiederholen, andererseits für den Kampf gegen den globalen Kosens zu Gunsten von Kapitalismus und Imperialismus.
Darüber hinaus gibt es laut Acosta Bedarf für eine globale Bewegung jenseits der Tradition der Klimagipfel. Die Ideen des degrowth müssen in politische Forderungen übersetzt werden und können dann eine neue Bewegung mobilisieren und damit ein Momentum der Veränderung schaffen. In dieser Bewegung gilt es, die Fehler des Nordens nicht zu wiederholen und von den Erfolgen des Südens (z.B. buen vivir) zu lernen – es gibt damit ein gemeinsames Bewegungspotenzial.
Ulrich Brand, Politikwissenschaftler aus Wien, sieht Gemeinsamkeiten zwischen Postextraktivismus und degrowth und zwar sowohl aus analytischer als auch aus politischer Perspektive. Er begreift degrowth als ein politisches Projekt mit gegen-hegemonialen Prinzipien, das Kategorien wie Klasse, Geschlecht, Staat, Subjektivität, Kapitalismus und Austerität überspannt. Degrowth könnte gar einen Gegenentwurf zur imperialen Lebensweise (Brand/Wissen 2011b) des Globalen Nordens darstellen, weil es die ökologische Krise viel breiter versteht als nur als Grenzen des Wachstums.
Imperiale Lebensweise beschreibt dabei, ganz grob gesagt, eine Entwicklungsweise mit spezifischen Mustern von Produktion, Verteilung und Konsum (Brand/Wissen 2012: 548). Diese Muster sind eingeschrieben in die Alltagspraxen der oberen Mittelschicht des globalen Nordens und beginnen sich zunehmend zu verallgemeinern, sowohl in der ärmeren Bevölkerung des globalen Nordens, als auch unter der reicheren Bevölkerung des globalen Südens. Kennzeichen dieser imperialen Lebensweise sind ein sehr hoher Verbrauch an ressourcenintensiven und kurzlebigen Produkten (z.B. Smartphones), ein hoher Fleischkonsum und hohe individuelle Mobilität mittels fossiler Rohstoffe. Imperial ist diese Lebensweise deshalb, weil sie einen unbegrenzten Anspruch auf Ressourcen und Schadstoffsenken erhebt und diesen notfalls gewaltvoll absichert (Brand/Wissen 2011b).
Für Brand stellt degrowth eine progressive Kritik an der imperialen Lebensweise dar und hinterfragt dabei Kräfteverhältnisse, etablierte Akteure und aufgeklärte Eliten. Hinsichtlich konkreter Utopien, gemeinsamer Narrative sowie dem Streben nach alternativen Formen von Gesellschaft und Demokratie sind die Lateinamerikanische Idee des Postextraktivismus und degrowth also komplementär.
Auch Fakundo Martin, argentinischer Humangeograf, argumentiert, dass der Globale Norden von den Erfahrungen des Südens mit Megastädten, Extraktivismus und Neoliberalismus lernen kann. Die Herausforderungen einer globalen sozial-ökologischen Krise benötigen die Solidarität zwischen Süden und Norden und nicht nur das: vor allem auch zwischen städtischen und ländlichen Regionen müssen Trennlinien überwunden werden. Das Entscheidende hierbei sei es, radikaler als die Konzepte des „Post-“ Extraktivismus/ Fordismus zu denken, also grundlegend mit der Vergangenheit zu brechen – degrowth könnte das leisten.
2.2 Argumente gegen eine gemeinsame Bewegung
Gegenüber diesen einsichtigen Plädoyers für die Notwendigkeit einer gemeinsamen Bewegung von globalem Norden und Süden, kommen kritische Stimmen vor allem aus den sozialen Bewegungen wie beispielsweise den environmental justice Bewegungen (vgl. ejolt31). Ejolt ist Forschungsprogramm der Europäischen Kommission zu Umweltgerechtigkeitsbewegungen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat diese zu kartografieren und Wissenschaftler_innen, Aktivist_innen und Entscheidungsträger_innen zusammenzubringen um Themen der ökologischen Verteilungsgerechtigkeit zu diskutieren.32 Obwohl degrowth und ejolt der Kampf gegen Schulden-getriebene Ökonomien und gegen Extraktivismus eint, ist eine Allianz nur auf den ersten Blick offensichtlich.
Vor allem die Aktivist_innen in Lateinamerika haben Schwierigkeiten mit dem Begriff degrowth, der nicht überzeugend klingt vor dem Hintergrund maroder Bildungs- und Gesundheitssysteme. Degrowth erscheint hier eurozentristisch zu sein, individualistisch und nicht radikal genug. Es fehlt an ausreichender Kommunikation der Begriffe und Ideen im Süden und an einer alternativen Terminologie, die den Bedingungen der lokalen Kämpfe angepasst ist, vor allem fehlt es den Aktivist_innen jedoch an konkreten politischen Strategien, die ihnen neue Möglichkeiten eröffnen (Rodríguez 2014).33
Trotz vieler Gemeinsamkeiten trifft degrowth im Globalen Süden also auch auf große Skepsis. Schnell etablieren sich neo-koloniale Hierarchien, werden die Realitäten der Millionen Menschen im Globalen Süden vergessen – für sie muss degrowth Perspektiven anbieten, soll es eine gemeinsame Bewegung geben. Nationalistische Barrieren sowie Sprachbarrieren sind demgegenüber fast das geringere Problem, jedoch müssen auch diese Hindernisse ernst genommen werden. Diese konkreten Hürden werden bislang noch nicht ausreichend thematisiert in der kosmopolitischen Debatte um das gute Leben und die alternative Moderne. Damit diese Hürden überwunden werden können, bedarf es eines größeren Respekts vor den Sprachen und Kulturen des Globalen Südens. Hegemoniale Bestrebungen wie degrowth setzten hier unter Umständen die kulturelle und imperiale Globalisierung nur fort, statt mit deren Prinzipien zu berechen. (Gudynas 2011b, Vanhulst/Beling 2014)
An dieser Gegenüberstellung der Argumente für und gegen degrowth als gemeinsamer Bewegung von globalem Norden und Süden, zeigt sich sehr gut wo aktuell die Hauptprobleme liegen. Als stark europäisch und stark akademisch geprägte Debatte, fehlt es an konkreten Anknüpfungspunkten zu Kämpfen in Lateinamerika.
An dieser Stelle taucht ein Punkt, das buen vivir, immer wieder auf. Besonders Alberto Acosta befeuert den Charme dieses Begriffs und lobt es als große Utopie und zentralen Ankerpunkt einer gemeinsamen Bewegung zwischen Norden und Süden. Aus diesem Grund soll im Folgenden noch einmal eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept des buen vivir im Kontext seiner Brückenfunktion stattfinden.

3_ Buen vivir als Konzept einer globalen degrowth-Bewegung?

Kaum ein Begriff ist innerhalb der degrowth-Debatte so en vouge wie das „gute Leben“ und in solidarischem Schulterschluss mit dem Globalen Süden heißt das buen vivir. Zwischen allen Beschwörungen neuer „imaginaries“, „narratives“ und „utopias“, hält buen vivir immer wieder als Beispiel dafür her, wie solche Utopien aussehen sollen. Unter den wenigen konkreten degrowth-Konzepten auf globaler Ebene ist es der zentrale Haltepunkt in der Offenheit und Abstraktheit der Diskussion.
Alberto Acosta übersetzt den Spanischen Begriff buen vivir als „gutes Zusammenleben“ – mit Betonung auf zusammen. Inspiriert vom indigenen Begriff des sumak kawsay soll buen vivir einen neuen, lateinamerikanischen Entwicklungsweg abseits von Sozialismus und Kapitalismus darstellen. Dabei argumentiert Acosta wie folgt: „Die indigene Weltanschauung ist Grundlage für die Rechte der Natur und diese wiederum sind Teil der Emanzipation des Menschen – denn auch Sklaven und Frauen waren einst rechtlos. Die Abhängigkeit der Würde und Existenz des Menschen von der Natur muss in Form von Rechten der Natur abgebildet werden.“ (Acosta 2014a)
Mit dieser Argumentation überzeugte Acosta nicht nur die Zuhörer_innen in Leipzig, seinem Engagement ist es unter anderem zu verdanken, dass die Verfassung von Ecuador seit 2008 einige Artikel zu buen vivir aufweist und sogar vier Artikel zu den Rechten der Natur (Constitucion Politica del Ecuador Art. 12-34, Art. 71-74).34 Die Natur ist damit offiziell Rechtssubjekt geworden, ein weltweit bisher einmaliges Experiment – bislang leider noch ohne Ergebnisse. Die Idee, dass ein Land zusammen mit der indigenen Bevölkerung nach unkonventionellen neuen Entwicklungspfaden sucht, ist revolutionär und inspirierend und die europäische Debatte ist von solchen Ergebnissen noch weit entfernt.
Trotzdem gibt es auch kritische Stimmen. Sie kommen aus Ecuador selbst und werden vorgebracht von Indigenen und deren Fürsprecher_innen. Sie beklagen vor allem, dass ihre Belange trotz der Popularität des buen vivir nicht gehört werden und dass buen vivir unzulässig auf Wohlfahrtsstaat und Naturrechte reduziert wird – nicht selten bleiben die Rechte der Indigenen dabei auf der Strecke (Radhuber 2013: 257ff.). Das Quechua-Wort sumak kawsay und die die indigene Weltanschauung die als Grundlage des buen vivir gedient hat, unterscheiden sich jedoch grundlegend von buen vivir und das in einer Weise die Auswirkungen auf die gesamte degrowth-Debatte hat.35 Aus diesem Grund muss im Folgenden geklärt werden was sumak kawsay bedeutet und inwiefern die Unterschiede zu buen vivir maßgeblich sind.

Sumak kawsay könnte übersetzt werden mit „Leben in Fülle“, „Zusammenleben“ oder „Leben in Harmonie“. Hierbei geht es jedoch weniger um das „gute Leben“ als solches, sondern eher um das Wissen das nötig ist, um den Weg zum guten Leben in Einklang mit der Natur beschreiten zu können. Sumak kawsay ist also kein Ziel, sondern vielmehr ein Weg oder ein Fundament für ein gutes Leben in der Gemeinschaft (Altmann 2014). Dabei versteht sich sumak kawsay ausdrücklich als de-kolonial, das heißt nicht wettbewerbsorientiert, auf Selbstbestimmung und territoriale Autonomie bedacht, partizipativ und harmonisch gegenüber den Beziehungen zwischen Individuum, Gesellschaft und Natur. Der letzte Punkt ist hierbei besonders interessant, verweist er doch auf die gesellschaftlichen Naturverhältnisse (Görg 2003, 2011, Brand/Wissen 2011a, Becker et al. 2011), die die kritische Ökologie als ein Hauptproblem der industriellen Moderne betrachtet.
Trotzdem ist sumak kawsay ein marginalisierter Begriff, da er im Ecuadorianischen Diskurs als vor- oder antimodern angesehen wird und im Globalen Norden kaum bekannt ist. Der Vorwurf der Indigenen lautet deshalb: Mit dem Begriff des buen vivir findet eine imperialistische Enthistorisierung und Entpolitisierung indigener Widerstände statt. (Altmann 2014)
Anders als buen vivir steht sumak kawsay, nach Auffassung einiger Autor_innen (Altmann 2014, Dávalos 2008, Kowii 2011), für die Identität, den Stolz und die Verteidigung indigener Menschen und deren Werte. Dabei meinen sie, sumak kawsay sei mehr als ein Wort, es sei verkörperte Praxis und alltäglicher Habitus (kritisch dazu: Gudynas 2011c: 13, Radcliffe 2012: 241). Es bedeute also auch mehr als Widerstand, es sei Lebensweise und Naturverhältnis, das sich in Sprache und Praktiken ausdrückt. In den indigenen Gemeinschaften, deren Sprache eine zirkuläre Vorstellung der Zeit hat (Estermann 2011), werden die Praktiken des sumak kawsay demnach konstitutiv für die Gemeinschaft als solche. Das ist ein deutlicher Unterschied zu Acostas Verständnis von buen vivir als Naturrechten und gutem Zusammenleben und kommt sehr viel näher an das praktisch-aktivistische Verständnis von degrowth (vgl. Kapitel 1: (5)).
Bei dem Versuch die Lateinamerikanische Idee des sumak kawsay in einen westlichen Diskurs einzubringen, sind also nicht nur indigene Stimmen überhört worden, das Konzept selbst wurde verfremdet und in eine völlig andere Rationalität übertragen. Bei der Übersetzung von „Gutes Leben in Harmonie mit der Natur“ mit „Rechte der Natur“, blieben die Rechte der Indigenen auf der Strecke, was sich paradoxerweise in Bolivien und Ecuador – den Ländern die das buen vivir in ihre Verfassungen übernommen haben – deutlich zeigt (Radhuber 2013, Altmann 2014). Indigene Proteste unterbreiten teilweise bereits seit den 1990ern radikale post-neoliberale Alternativen gesellschaftlichen Zusammenlebens, ihre Stimme wäre also ein wichtiger Beitrag in der degrowth-Debatte.36
Das Missverständnis, dass buen vivir nicht mehr als Wohlfahrtsstaat und Naturrechte sei, ist dabei ein folgenschwerer Verlust. Sowohl Naomi Klein als auch Alberto Acosta konstatierten in Leipzig ein „Scheitern des Kapitalismus und der Zivilisation“ (Acosta 2014a).37 Auf ersteres kann buen vivir eine Antwort geben, auf letzteres jedoch nicht. Sumak kawsay hingegen, mit einer komplett anderen Kosmovision und starken Anknüpfungspunkten an Alltagspraxen, könnte dagegen viel eher Alternativen aufzeigen, beispielsweise zur imperialen Lebensweise. Ganz im Sinne des degrowth-Mottos: simply different.

Schlussfolgerungen

“Each day three billion US$ are spent on speculation. We should creatively use this concentration of property and not underestimate how individually we are dependent on that force. That is why we need to resist together.”
– Alberto Acosta 2014a

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Abb.2

Was können wir von der 4. internationalen degrowth-Konferenz in Leipzig lernen? Zum einen gibt es Menge Gesprächsbedarf über Begriffe und Konzepte: degrowth, buen vivir, sumak kawsay. Hier spielen sprachliche und kulturelle Unterschiede eine wichtige Rolle und müssen noch stärker berücksichtigt werden, damit die Radikalität der Ideen nicht verloren geht oder unter dem Deckmantel der ökologisch-ökonomischen Wende gar alte Ungleichheiten reproduziert werden.
Zum anderen bleibt der Begriff degrowth, trotz einer Woche intensiver Diskussionen und mehrjähriger Vorarbeiten, mit Unschärfen behaftet, die vor allem im Globalen Süden auf große Skepsis treffen. Der voreilige Schluss, ein neues Englisches Wort könnte eine globale Bewegung vereinen hat in der Praxis ernstzunehmende Makel. Die Diskussionsbereitschaft und das Interesse sozialer Bewegungen und Akteur_innen aus dem Süden sind da, es kommt jetzt vor allem im akademischen Diskurs darauf an, diese Gelegenheit nicht durch eine vorzeitige Schließung der Debatte im Sinne nördlicher Hegemonien zu verspielen. Nur wenn den verschiedenen Stimmen aus dem Süden auch Gehör geschenkt wird, können Konzepte wie buen vivir zu echten Alternativen der industriellen Moderne werden.
Um die eigenen internen Ansprüche an Herrschaftskritik und die Partizipation benachteiligter Menschen im Globalen Süden zu erreichen, muss die degrowth-Begriffsdiskussion momentan also noch weitergeführt werden – jedoch ohne das konkrete Utopien auf der Strecke bleiben oder wie im Falle des sumak kawsay nicht gehört werden. Ein konkreter Ansatzpunkt dafür, könnte nach Gudynas und Acosta (2011) das Konzept des buen vivir in Form einer interkulturellen Brücke sein. Damit diese Idee erfolgreich sein kann, ist es allerdings notwendig, dass die Bedingungen der lokalen Kämpfe vor allem im Globalen Süden berücksichtigt werden und den Aktivist_innen konkrete politische Strategien und neue Möglichkeiten eröffnet werden. Der Respekt gegenüber den (auch indigenen) Sprachen und Kulturen des Südens ist hier ein erster Schritt, um die Entstehung neo-kolonialer Hierarchien zu verhindern und damit das Forum für die sinnvolle und notwendige gemeinsame Bewegung zwischen Globalem Norden und Süden gegen Verteilungsungerechtigkeiten und Umweltzerstörung zu bilden.

Abbildungen
Abb. 1: Drei Elefanten und eine Schnecke. Eigenes Foto aus der Präsentation von Federico Demaria: „Degrowth 2014 Opening Session – Degrowth: What!? An Introduction“, gehalten am 02. Septemer 2014 auf der 4. Internationalen Degrowth Konferenz in Leipzig.
Online: https://www.youtube.com/watch?v=gt1Wlq2Xfas (14.11.2014) Minute 15:05, http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/129 (24.10.2014).
Abb. 2: Elefantenschnecke. Aus der Präsentation von Federico Demaria: „Degrowth 2014 Opening Session – Degrowth: What!? An Introduction“, gehalten am 02. Septemer 2014 auf der 4. Internationalen Degrowth Konferenz in Leipzig.
Online: Introduction_to_degrowth_Leipzig_Conference_2014_D’Alisa-Demaria_Based_on_the_book_Degrowth-A_vocabulary_for_a_new_era.pdf (24.10.2014), http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/129 (24.10.2014).

Noten
* Daniel Buschmann studierte Politikwissenschaft und Philosophie in Leipzig und Vilnius und schließt derzeit den Master Politikwissenschaft in Wien ab. Schwerpunkte seiner Arbeit bilden interdisziplinäre Fragen zum analytischen Verständnis von weltweiten sozial-ökologischen Krisen sowie zu Perspektiven ihrer emanzipatorischen Überwindung.
 1) Nachzuhören in der online-Dokumentation der Konferenz unter http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/3 (24.10.2014).
 2) Die Begriffe „Globaler Norden“ und „Globaler Süden“ sind Verallgemeinerungen. Gemeint sind mit ersterem Länder mit sehr hohem BIP pro Kopf und mit letzterem Länder, die ein solches anstreben. In diesem Artikel beschränkt sich die Sicht des Globalen Südens ausschließlich auf Lateinamerika. Dies hat viele Gründe von denen der offensichtlichste ist, dass hier eine außergewöhnlich breite Politisierung des Themas Wachstum stattgefunden hat. Dennoch bleibt anzumerken, dass auch Afrika oder Südostasien zum Globalen Süden gehören und dass es auch im „Süden“ einen „Norden“ gibt – z.B. Brasilien, Indien – und auch im „Norden“ einen „Süden“ – z.B. Griechenland, Spanien (ausführlich in: Myers/Kent 2004: 3ff., 17).
 3) http://leipzig.degrowth.org/en/2014/09/alberto-acosta-and-naomi-klein-call-for-radical-changes-in-global-economy/ (14.11.2014).
 4) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/72 (16.11.2014).
 5) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/5 (14.11.2014).
 6) http://icta.uab.cat/ (24.10.2014).
 7) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/262 (16.11.2014).
 8) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/331 (16.11.2014).
 9) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/73 (16.11.2014).
 10) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/30 (16.11.2014).
 11) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/28 (16.11.2014).
 12) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/65 (16.11.2014).
 13) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/60 (16.11.2014).
 14) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/270 (16.11.2014).
 15) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/74 (16.11.2014).
 16) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/59 (16.11.2014).
 17) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/277 (16.11.2014).
 18) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/83 (16.11.2014).
 19) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/331 (16.11.2014).
 20) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/40 (16.11.2014).
 21) United Nations Conference on Environment and Development (UNCED) in Rio de Janeiro von 3.-14.06.1992.
 22) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/216 (16.11.2014).
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 35) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/289 (21.11.2014).
 36) http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/289 (25.10.2014).
 37) http://leipzig.degrowth.org/en/2014/09/alberto-acosta-and-naomi-klein-call-for-radical-changes-in-global-economy/ und http://programme.leipzig.degrowth.org/en/degrowth2014/public/events/3 (14.11.2014).
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